Die Seidenstrasse
Als Seidenstrasse bezeichnete man die Verbindungsstrassen von Südasien, welche den Austausch von Handels-gütern mit Karavanen oder Schiffen nach Chang'an (heute Xi'an), China, mit Antioch, Syrien und andere Orte ermöglichten. Ihr Einfluss verbreitete sich nach Korea und Japan.
Dieser Austausch war entscheidend für die Entwicklung der kulturellen Blütezeit des antiken Ägyptens, China, Indien und Rom, und bildete einen wichtigen Grundstein für die moderne Welt. Die Bezeichnung "Seidenstrasse" wurde erstmals vom im 19. Jahrhundert lebenden deutschen Geograph Ferdinand von Richthofen verwendet.
Die kontinentale Seiden- strasse bildete einen nördlichen- und einen südlichen Verlauf. Die nördliche Route startete vom kommerziellen Norden Chinas, und ging durch das türkische Kipchaks bis nach Ost-Europa, zur Halbinsel Crimean und von dort aus über das Schwarze Meer, Marmara Meer über den Balkan bis nach Venedig.
Die südliche Route startete im Süden Chinas, ging durch
Turkestan und Khorasan, erreichte Mesopotanien und Anatolia. Weiter führte die
Route durch Antiochia und Süd-anatolia, dem Mittelmeer oder durch Levante,
Ägypten und Nord-Afrika.
Die letzte Lücke der Eisenbahnverbindung entlang der Seidenstrasse wurde 1992
geschlossen, als die internationale Linie Almaty - Urumqi eröffnet
wurde.
Die Seeverbindung der Seidenstrasse erstreckte sich von Südchina entlang den Philippinen, Brunei, Siam, Malacca, Ceylon, Indien, Persien, Ägypten, Italien, Portugal und Schweden. Am 7. August 2005 berichtete die Antiquity and Monument Office von Hong Kong die Seidenstrasse als UNESCO Weltkulturerbe vorzuschlagen.
















